Intensiv-Training für Drehleitermaschinisten

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Intensives zweitägiges Training von 10 Drehleitermaschinisten der Feuerwehr Rohrbach mit „drehleiter.info“

Bereits seit einigen Jahren war es ein gedanklicher Wunsch der Führungskräfte der Feuerwehr, eine externe Drehleiterausbildung am Standort Rohrbach durchzuführen.

Dass sollte jetzt keinesfalls so gedeutet werden, dass unsere Drehleiterausbilder nicht kompetent genug wären, um eine dementsprechend adäquate und qualitativ hochwertige Ausbildung selbst zu gestalten, aber von Zeit zu Zeit ist es auch wieder einmal von Nöten, sich das neueste Know-how von extern zu holen. Die oberste Prämisse im Drehleitereinsatz sollte immer darin liegen, das Hubrettungsfahrzeug so rasch und sicher, aber auch für das jeweilige Einsatzszenario passend zu positionieren, um unseren „Kunden“, also den betroffenen und gefährdeten Personen, so schnell als möglich helfen zu können.

Deshalb entschloss sich das Kommando der Feuerwehr Rohrbach bei der Budgetsitzung im vergangenen Jahr, die Kosten für die Durchführung eines externen Drehleiterseminars im Budget des Jahres 2016  zu berücksichtigen. Dabei entschied man sich für das renommierte Ausbildungsunternehmen „drehleiter.info“ aus Deutschland, welches von Jan-Ole Unger und Nils Beneke gegründet wurde und mittlerweile 14 freiwillige Ausbilder beschäftigt. „drehleiter.info“ ist mitunter durch die „HAUS-Regel“ sowie das „Einsatzschema für Hubrettungsfahrzeuge“, welche durch ihre Ausbilder entwickelt wurden, bekannt geworden.

Am 11. und 12. November war es so weit, 10 Führungskräfte und gleichzeitig Drehleitermaschinisten absolvierten ein intensives und sehr lehrreiches zweitägiges Seminar mit „drehleiter.info“.Die Gedankenansätze dieses Seminars war einerseits das vorhandene Wissen bei den Kameraden der Feuerwehr Rohrbach aufzufrischen und zu erweitern, weitere praktische Erfahrungen im Zuge von Übungen zu sammeln, sowie Multiplikatoren für die Drehleiterausbildung zu schulen.

Unser Ausbilder Björn Liedtke ging von Beginn an auf die Wünsche der Feuerwehr ein und kreierte somit, ein auf den Standort Rohrbach zugeschnittenes Ausbildungsprogramm. Ihm war es stets ein Anliegen, sich gegenseitig auf gleicher Augenhöhe zu begegnen und das Seminar dazu zu nutzen, um sich gegenseitig auf Grund der über die Jahre gesammelten Erfahrungen, auszutauschen.

So wurde am Freitagnachmittag in ca. 3 Stunden die Einsatztaktik anhand des „Einsatzschemas für Hubrettungsfahrzeuge“ aufgefrischt und dabei das eine oder andere neue gelernt.

Bei einbrechender Dunkelheit wurde in die Praxis übergegangen und bis 22:00 in einem Nachttraining der Drehleitereinsatz bei Dunkelheit geübt. Dabei konnten die Teilnehmer auch den Einsatz von Nachtsichtgeräten erproben und sich ihre Meinung dazu bilden. Im Zuge dieser Übungen bei Nacht, gab es mitunter auch das eine oder andere „Aha-Erlebnis“, wie z.B. wieviel so manche Gebäude im Stadtgebiet für Drehleiterübungen hergeben und nicht immer ein Hochhaus zur Verfügung stehen muss, um eine dementsprechend anspruchsvolle und fordernde Drehleiterausbildung zu gestalten.

Der zweite Tag startete wiederum im Schulungsraum der Feuerwehr Rohrbach, wo man Erfahrungen zum Thema „Retten von suizidgefährdeten Personen mittels Drehleiter“ austauschte bzw. die Feuerwehr Rohrbach sich mit dieser Thematik intensiver auseinander setzte.

Der verbleibende Vormittag wurde dazu genutzt, um an verschiedensten Objekten im Stadtgebiet von Rohrbach-Berg Einsatzübungen mit der Drehleiter durchzuführen. Dabei kam auch das Simulationsprogramm „SimsUShare“ zur Lagedarstellung zum Einsatz. 

Ein weiterer Themenpunkt war die Gestaltung und Ausarbeitung eigener Übungen. Dazu wurden die Teilnehmer in Gruppen zu je 3 Personen aufgeteilt und erhielten den Auftrag sich am Stadtplatz ein Objekt auszusuchen und dementsprechend einer vorgegebenen Anleiterart eine Übung für die anderen Gruppen vorzubereiten. Die selbst erstellten Übungen wurden dann im Laufe des Nachmittags durch jeweils eine andere Gruppe abgearbeitet und im Anschluss daran auch dementsprechend nachbesprochen.

Ein Highlight stellte sicherlich, die durchaus fordernde Abschlussübung bei der Berufsschule Rohrbach dar. Alarmstichwort: „Brand Gebäude mit Menschenansammlung“, auf der Anfahrt der Drehleiter Rohrbach gab es durch die Übungsleitung noch die Zusatzinformation, dass sich noch mehrere Personen im Gebäude befinden.

Bei dieser Abschlussübung kamen sowohl das Lagedarstellungsprogramm „SimsUShare“ als auch reelle Darsteller zum Einsatz. Es galt so rasch als möglich 10 Personen, darunter viele Kinder, von verschiedenen Anleiterzielen zu retten. Hierbei war es Aufgabe des Fahrzeugkommandanten, abzuwägen welche Personen am stärksten gefährdet und somit als erstes gerettet werden müssen und welche Personen vom Gefahrenbereich so weit entfernt sind, dass in der Erstphase keine akute Gefährdung für sie besteht und somit in der erstellten Prioritätenreihung nach hinten gereiht wurden. Die zu rettenden Personen wurden durch die Mitglieder unserer Jugendgruppe dargestellt, für die es sicherlich ein Highlight war, einmal mit den „Großen“ und der Drehleiter üben zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön an die Jugendgruppe der Feuerwehr Rohrbach für ihre Beteiligung an dieser Übung.

Eine weitere Zielsetzung für die Drehleiterbesatzung war, das Fahrzeug so zu positionieren, um von der gewählten Aufstellfläche aus, alle Personen retten zu können. Hier stellte die Berufsschule Rohrbach zum momentanen Zeitpunkt, auf Grund der vorhandenen Baustelle im Bereich zwischen Turnsaal und Internatstrakt, sicherlich eine dementsprechende Herausforderung dar.

Die Feuerwehr Rohrbach möchte sich in diesem Zuge nochmals bei den Verantwortlichen der Berufsschule recht herzlich für das unkomplizierte zur Verfügung stellen des Gebäudes bedanken.

Nach erfolgreich absolvierter Abschlussübung traf man sich nochmals im Feuerwehrhaus zu einer Abschlussbesprechung und Feedback-Runde. Zusammengefasst waren alle Teilnehmer des zweitägigen Seminars hell auf begeistert von diesen beiden intensiven Ausbildungstagen und ein jeder Kamerad konnte sich, für sich gesehen sicherlich einiges daraus mitnehmen.

Ein großes Lob erhielt auch Ausbilder Björn Liedtke von „drehleiter.info“ für sein professionell gestaltetes Seminar, seinen kameradschaftlichen Umgang mit den Teilnehmern und die Offenheit, auf die Wünsche der Feuerwehr Rohrbach so eingegangen zu sein. Auch ihm ein herzliches Dankeschön für die zwei sehr lehrreichen Ausbildungstage.

Nicht vergessen möchten wir, auch bei der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg, als auch beim Bezirks-Feuerwehrkommando Rohrbach unter der Leitung von OBR Josef Bröderbauer, Danke zu sagen. 

Den Verantwortlichen der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg ist durchaus bewusst, welch hohen Stellenwert eine gute Ausbildung ihrer Feuerwehrmitglieder hat und es war somit zu keinem Zeitpunkt ein Thema, dass die durch diese Ausbildungsveranstaltung entstehenden Kosten durch die Stadtgemeinde Rohrbach-Berg in das Budget der Feuerwehr übernommen werden.

Weiters wurde dieses Seminar aber auch durch das Bezirks-Feuerwehrkommando Rohrbach finanziell unterstützt. Der Grund dafür liegt darin, dass die Drehleiter Rohrbach ein Stützpunktfahrzeug für den gesamten Bezirk Rohrbach ist und somit die Drehleiter im gesamten Gebiet des Bezirkes jederzeit zum Einsatz kommt. Durch professionell geschulte Drehleitermaschinisten und Führungskräfte auf diesem Stützpunktfahrzeug profitiert nicht nur die Feuerwehr Rohrbach, sondern auch alle Feuerwehren des Bezirks Rohrbach, wenn sie die Drehleiter zu einem Einsatz in ihren Pflichtbereich alarmieren.

Die Aufgabe für die nun frisch geschulten Kameraden wird in Zukunft darin liegen, das im Zuge des Seminars gewonnene und aufgefrischte Know-how im Zuge von Schulungen, Übungen, aber auch speziellen Drehleiterübungen, an die restlichen Drehleitermaschinisten der Feuerwehr Rohrbach weiterzugeben, sodass sich wiederum alle Drehleitermaschinisten auf dem gleichen, neusten Ausbildungsstand befinden.

Shell-Tankstelle unterstützt Feuerwehr

Seit einigen Jahren verwendet die Feuerwehr Rohrbach neben den Handschuhen für den Branddienst auch Handschuhe "technischer Einsatz". Für diverse Einsätze eignen sich diese dünneren und komfortablen Handschuhe bestens.

Beispielsweise erfordert das Arbeiten am hydraulischen Rettungsgerät oft mehr Fingerspitzengefühl, als andere Tätigkeiten. Mit der Ausrüstung der Mannschaft mit diesen Handschuhen werden nebenbei die teureren Brandschutzhandschuhe "geschont". Auch unser TRT (Technical-Rescue-Team) ist mit diesen Handschuhen sehr zufrieden.

Der Geschäftsführer der Rohrbacher Shell-Tankstelle Daniel Resch übergab an die beiden Kdt-Stellvertreter Markus Hurnaus und Christoph Nigl symbolisch ein Paar Handschuhe. Die Shell-Tankstelle, wo auch die Feuerwehr Rohrbach seit Jahren zufriedener Kunde ist, unterstützt die Feuerwehr finanziell beim Ankauf dieser Handschuhe. Wir bedanken uns sehr herzlich.

HLM Hermann Mühlsteiner verstorben

Unser Kamerad Herr Hauptlöschmeister Hermann Mühlsteiner ist am 15. Oktober 2016 im 93. Lebensjahr verstorben.

Hermann Mühlsteiner war 75 Jahre durchgehend Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach im Mühlkreis. Das Begräbnis findet am Freitag, dem 21. Oktober 2016 um 14:00 Uhr in Rohrbach statt.

Wir werden unserem Kameraden Hermann Mühlsteiner stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Feuerlöscherüberprüfung am 28. Oktober 2016

Feuerlöscherüberprüfung im Feuerwehrhaus

Die Freiwillige Feuerwehr Rohrbach bietet der gesamten Bevölkerung die Möglichkeit, die regelmäßig (alle 2 Jahre) wiederkehrende, gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der Feuerlöscher durchführen zu lassen. Die Kosten pro Feuerlöscher betragen € 8,00. Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes ersucht die Freiwillige Feuerwehr Rohrbach um zahlreiche Beteiligung.

Freitag, 28. Oktober 2016, 14:00 bis 17:00 Uhr im Feuerwehrhaus Rohrbach

Zivilschutz-Probealarm am 1. Oktober 2016

Anlässlich des bundesweiten Zivilschutz-Probealarms heulen am Samstag, 1. Oktober 2016, in ganz Österreich wieder probeweise die Sirenen.

Am Samstag, den 1. Oktober 2016, wird wieder ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr werden nach dem Signal "Sirenenprobe" die drei Zivilschutzsignale "Warnung", "Alarm" und "Entwarnung" in ganz Österreich ertönen. Der Probealarm dient einerseits zur Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden.
Österreich verfügt über ein gut ausgebautes Warn- und Alarmsystem, das vom Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen betrieben wird. Damit hat Österreich als eines von wenigen Ländern eine flächendeckende Sirenenwarnung.
Die Signale können derzeit über ca. 8.200 Feuerwehrsirenen abgegeben werden. Die Auslösung der Signale kann je nach Gefahrensituation zentral von der Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Koordinationscenter des Bundesministeriums für Inneres, von den Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder den Bezirkswarnzentralen erfolgen.
Die Bedeutung der Signale:


• Sirenenprobe: 15 Sekunden
• Warnung: 3 Minuten gleich bleibender Dauerton. Herannahende Gefahr!
Radio- oder Fernsehgerät (ORF) einschalten, Verhaltensmaßnahmen beachten.
• Alarm: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton. Gefahr!
Schützende Bereiche bzw. Räumlichkeiten aufsuchen, über Radio oder Fernsehen (ORF) durchgegebene Verhaltensmaßnahmen befolgen.
• Entwarnung: 1 Minute gleich bleibender Dauerton. Ende der Gefahr!
Weitere Hinweise über Radio und Fernsehen (ORF) beachten.


Weitere Informationen zum Zivilschutz in Österreich finden Sie unter www.bmi.gv.at/cms/bmi_zivilschutz/.

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