150. Vollversammlung

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Die Vollversammlung zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Rohrbach im Mühlkreis wurde am 01. März 2024 im Veranstaltungssaal der Raiffeisenbank Rohrbach abgehalten. Etwas mehr als 100 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, Jugendmitglieder und viele Mitglieder des Aktiv- und Reservestandes folgten der Einladung.

Eingeleitet durch die Grußworte von Kommandant Martin Wakolbinger und einen Rückblick über das abgelaufene Feuerwehrjahr, gab es wie gewohnt im Anschluss die Tätigkeitsberichte der Funktionsträger. Im abgelaufenen Feuerwehrjahr wurden im System für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz syBOS, exakt 18.139 Stunden Feuerwehrarbeit aufgezeichnet. Gegenüber 2022 entspricht das einem Plus von 3.189 Stunden, dieses Plus ist großteils auch der Vorbereitung für das 150-Jahre Jubiläum geschuldet.

 

Eine große Freude für unseren Kommandanten ist die positive Personalentwicklung, seit der letzten Vollversammlung konnte ein Plus von vier Mitgliedern erfasst werden. Von den 126 Mitgliedern in der Feuerwehr Rohrbach im Mühlkreis sind aktuell zwölf weiblich – Tendenz erfreulicherweise steigend! Wie in jedem Jahr gab es auch zahlreiche Eintritte, Übertritte von der Jugend und leider auch Austritte sowie einen Verstorbenen Kameraden. Auch das Kommando wurde im Jahr 2023 neu gewählt – einige altbekannte Gesichter sind geblieben, es ist jedoch sehr erfreulich, erstmals Frauen im Kommando zu haben.

 

Eintritt Jugendgruppe: David Auer, Lisa Auer, Andrea Nigl, Sebastian Radinger, Michael Wakolbinger, Rosa Wakolbinger

Überstellung Aktivstand: Jonas Magauer, David Springer

Eintritt Aktivstand: Simon Hinternberger, Juliane Kainberger, Dominik Preining und Matthias Rechberger

Eintritt als Einsatzberechtigter: Sebastian Zöchbauer (von FF Haslach)

Übertritt: Sebastian Andexlinger (zu FF Ritzing – Bezirk Grieskirchen)

Ausgetreten Jugend: Johannes Blaschek

Ausgetreten Aktivstand: Felix Ornetzeder, Stefan Strasser, Andreas Thaller und Gerald Wax

Verstorben: Hermann Kobler

 

Die Einsatzstatistik wurde, so wie auch die Jahre davor im Vergleich zu den Vorjahren dargestellt. Insgesamt 225 mal wurde im Jahr 2023 eine Einsatzleistung durch die FF Rohrbach erbracht und in syBOS erfasst, das ergibt ein Plus von 38 Einsätzen gegenüber 2022. Einsätze, welche von der Landeswarnzentrale alarmiert wurden, wo also entweder eine Sirenen-, Pager- oder Handyalarmierung erfolgt, waren 75 zu verzeichnen, was etwa 1,33 Einsätzen pro Woche entspricht. Der einsatzstärkste Monat war mit Abstand der Juli, wo 35 Einsätze abgearbeitet wurden, 14 davon wurden von der Landeswarnzentrale alarmiert. Dies entspricht einem Wochenschnitt von 3,5 Einsätzen, wo alle Feuerwehrmitglieder den Alltag unterbrechen mussten. Der einsatzstärkste Tag im Jahr war dem ergiebigen Schneefall Anfang Dezember geschuldet, am 02. Dezember 2023 wurden acht Einsätze, allesamt von der Landeswarnzentrale alarmiert, abgearbeitet. Unsere Stadtgemeinde blieb Gottseidank von größeren Bränden verschont, speziell im Juli wurden wir aber zu mehreren Kleinbränden im Stadtgebiet und auch zu einem Großbrand nach Ulrichsberg alarmiert. Im Straßenverkehr gab es leider auch zwei schwere Verkehrsunfälle zu verzeichnen, die technischen Einsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 34 Einsätze auf 188 gestiegen. Der spektakulärste Einsatz war sicherlich der Gasaustritt am 21. Juli 2023, welcher sich über eine Einsatzdauer von fast sechs Stunden zog. Durch dieses Ereignis zeigte sich wieder einmal die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen Behörden und den verschiedensten Einsatzorganisationen.

 

Der Ausbildungssektor wird in der Feuerwehr Rohrbach auch großgeschrieben – es gab fast alle drei Tage eine Ausbildungsveranstaltung im Feuerwehrwesen. Für die Ausbildung wurde von allen Einsatzkräften eine Anzahl von 2.966 Stunden erfasst, fünf Kameradinnen oder Kameraden absolvierten jeweils über 100 Stunden für die Ausbildung in der Feuerwehr. Zusätzlich zu den internen Fortbildungen, haben 31 Mitglieder insgesamt 50 Lehrgängen im Bezirk oder an der Landesfeuerwehrschule in Linz besucht. Damit konnte im Vergleich zu den Vorjahren eine besonders hohe Anzahl an Lehrgängen besucht werden und so qualifiziertes Wissen und Können erworben werden.

 

Es kam auch wieder zu zahlreichen Angelobungen, Auszeichnungen und Beförderungen. Es wurde auch eine Dankesurkunde an den langjährigen Stadtrat und Unterstützer der Feuerwehr, Andreas Hannerer, vergeben.

 

Angelobung Jugend: David Auer, Lisa Auer, Andrea Nigl, Sebastian Radinger, Michael Wakolbinger und Rosa Wakolbinger

Angelobung Aktiv: Simon Hinternberger, Juliane Kainberger, Jonas Magauer, Dominik Preining, Matthias Rechberger und David Springer

 

Beförderung zum Feuerwehrmann: Jonas Magauer und David Springer

Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: David Stallinger

Beförderung zum Löschmeister: Paul Lindorfer und Manuel Siegl

Beförderung zum Hauptlöschmeister: Matthias Harringer und Harald Past

Beförderung zum Brandmeister: Thomas Mayr

Beförderung zum Oberbrandmeister: Christoph Nigl, Johann Wiesinger und Martin Wundsam

 

Nachtrag von 2023: Feuerwehr-Dienstjahresmedaille Rohrbach-Berg Stufe III (Bronze): Karl Degenhart, Karl Niedersüß, Hubert Springer sen., Anton Stöbich und Manfred Stockinger

Feuerwehrdienstmedaille 40 Jahre: Alfred Pfleger

Feuerwehrdienstmedaille 50 Jahre: Thomas Gierlinger

Feuerwehr-Verdienstmedaille Rohrbach-Berg Stufe III (Bronze): Andreas Pachner, Franz Rauscher, Günter Schaubschläger und Berthold Winkler

Feuerwehr-Verdienstmedaille Rohrbach-Berg Stufe II (Silber): Thomas Gierlinger, Matthias Harringer und Thomas Pachner

Feuerwehr-Verdienstmedaille Rohrbach-Berg Stufe I (Gold): Josef Hörschläger und Christoph Nigl

Verdienstmedaille des Bezirkes Rohrbach Stufe I (Gold): Markus Hurnaus

 

Nach ca. 2,5 Stunden konnte die 150. Vollversammlung geschlossen werden und es wurde zum gemütlichen Teil übergegangen. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer sowie der Raiba Rohrbach für die Benützung des Saals.

Aufräumarbeiten nach Verkehrsunfall

Am Freitag, 01. März 2024 wurden wir um 10:00 Uhr zu Aufräumarbeiten nach einem Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 38 gerufen. Da dort kein Unfall wahrgenommen werden konnte, einige Feuerwehrmitglieder jedoch bei einem anderen Unfall 500 Meter von der Bundesstraße entfernt bei der Anfahrt zum Feuerwehrhaus vorbeigefahren sind, wurde dieser Einsatzort angepeilt.

Dort wurden wir bereits vom Rettungsdienst und der Polizei erwartet. Zwei PKW stießen auf der Kreuzung seitlich zusammen und standen so mitten auf der Straße. Die ausgeflossenen Flüssigkeiten wurden mittels Ölbindemittel gebunden und abgebrochene Fahrzeugteile wurden entfernt. Eine leichtverletzte Person wurde kurzzeitig vom SEW-N des Roten Kreuz Rohrbach versorgt. Ein PKW wurde mittels Muskelkraft an die Fahrbahn geschoben und dort danach dem Abschleppdienst übergeben. 13 Kameraden standen eine Dreiviertelstunde mit dem Rüstlöschfahrzeug im Einsatz.

Zwei neue Gruppenkommandanten

Jakob und Christoph Stallinger haben diese Woche von Montag, 19. Februar 2024 bis Freitag, 23. Februar 2024 den Lehrgang "Führen I" (vormals Gruppenkommandantenlehrgang) in der Landesfeuerwehrschule erfolgreich absolviert. Die zwei neuen Gruppenkommandanten sind nun zum Führen einer taktischen Gruppe im Einsatz- oder Übungsfall befugt.

Mit dem erlernten Wissen profitieren nicht nur die beiden jungen Feuerwehrmänner, sondern auch die gesamte Feuerwehr Rohrbach, da das neueste Wissen nun in Ausbildungen angewandt und weitergegeben werden kann. Nun können auch weitere darauf aufbauende Lehrgänge in der Landesfeuerwehrschule besucht werden. Es gilt diese Ausbildung nun in der eigenen Feuerwehr zu festigen und in die Praxis umzusetzen. Wir als Feuerwehr sind sehr stolz auf die Leistung der beiden Kameraden, auch da es nicht selbstverständlich ist, sich eine gesamte Woche für die Ausbildung der Feuerwehr Urlaub zu nehmen. Wir gratulieren auch auf diesem Wege recht herzlich und freuen uns darauf, die beiden schon bald in der roten Gruppenkommandantenweste zu sehen!

Wasser im Keller

Am 20.02.2024 wurde die Feuerwehr Rohrbach um 14:18 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Kanalverstopfung“ und dem Zusatzhinweis „Wasser im Keller“ in die Akademiestraße alarmiert.

Beim Eintreffen am Einsatzort wurden Kellerräume aufgefunden, in denen mehrere Zentimeter Wasser standen. Das Wasser konnte vermutlich in Folge einer Kanalverstopfung nicht in die Kanalisation abfließen. Der Hausbesitzer war bereits mit dem Freimachen von Rohren im Gebäude beschäftigt, konnte die Verstopfung zwischen öffentlicher Kanalisation und Gebäude nicht lösen und wählte daher den Notruf.

Zur Sicherheit der eingesetzten Feuerwehrkräfte, wurde die Hanriederstraße kurzzeitig durch zwei Lotsen gesperrt, um eine Kanalspülung durchführen zu können. Mit der Kanalratte am formstabilen Hochdruckschlauch konnte die Verstopfung gelöst und der Abfluss wieder freigelegt werden.

Zeitgleich wurde das Wasser im Keller mittels Nasssauger abgepumpt.

Nach ca. einer Stunde konnte die Einsatzstelle an den Hausbesitzer übergeben werden.

Die Reinigungsarbeiten der eingesetzten Gerätschaften erfolgten im Feuerwehrhaus.

Nächtliche Fahrzeugbergung

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Ein Fahrzeuglenker kam am 11.02.2024 gegen 02:15 Uhr von der Fahrbahn ab und strandete mit seinem nicht mehr fahrbereitem Kleinbus auf einem Kreisverkehr. Zwei zufällig vorbeikommende Feuerwehrkameraden setzten den Notruf ab, nachdem mit der bereits an der Unfallstelle eingetroffenen Exekutive Rücksprache gehalten wurde.

Um 02:34 Uhr erfolgte daher die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach im Mühlkreis zum Einsatzstichwort "Bergung PKW". Das Wechselladefahrzeug und das Rüstlöschfahrzeug rückten nach wenigen Minuten vollbesetzt zum Einsatzort aus und der Einsatzleiter erkundete die Lage, um einen geeigneten Stellplatz für das Wechselladefahrzeug zu finden. Damit der Kleinbus nicht weiter beschädigt wird, wurde dieser mittels Teleskopstange durch den Kran angehoben und auf die Mulde verladen. Nach Absprache mit dem unverletzten Fahrzeuglenker wurde der PKW an einem geeigneten Stellpunkt abgeladen und gesichert. Für die Dauer dieser Bergungsarbeiten wurde mit Unterstützung der Polizei ein Lotsendienst eingerichtet. 17 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden standen bei diesem nächtlichen Einsatz etwas mehr als eineinhalb Stunden im Einsatz, ehe sie wieder zurück in die Nachtruhe gehen konnten.

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