Jahresbericht 2017

Der Jahresbericht 2017 unserer Feuerwehr informiert kompakt auf 24 Seiten über das abgelaufene Einsatz- und Übungsjahr. 239 Einsätze, 355 Stunden Einsatzdauer aber insgesamt 15.581 geleistete Feuerwehr-Stunden zeichneten wir auf. Einsatzberichte, Mannschaftsveränderungen, das neue Einsatzfahrzeug, Berichte über die Herbstübung und die Großübung im Böhmerwald, die Jugendgruppe und kameradschaftliche Ereignisse prägen den Inhalt.

"Vor den Vorhang" wird dieses Mal die Realbrandausbildung geholt. Ausbildungsleiter Patrick Ganser und sein Team stellen den interessierten Leserinnen und Lesern diese praxisnahe Ausbildung auf hohem Niveau vor.

Im Einsatzgebiet der Feuerwehr wird der Jahresbericht von den Kameraden bis Ende Februar in jeden Haushalt persönlich überbracht. Gleichzeitig ersuchen wir um eine freiwillige Spende für unsere Einsatzorganisation. Spenden an die Feuerwehr sind steuerlich absetzbar - sie können 34 bis 50 % ihrer Spende vom Finanzamt zurückerhalten - wenn Sie uns bei der Spende Vor- und Familiennamen und Ihr Geburtsdatum bekannt geben. Wir bedanken uns bereits jetzt für die gute Aufnahme unserer Kameraden.

Herzlichen Dank an die Firmen Lucky Nightlife Rohrbach - Cafe Pub KaRo, 1a Installateur Degenhart und SwissLife Select Beratungszentrum Rohrbach Johannes Stallinger - die den Druck des Jahresberichtes finanzierten.

Andreas Pachner ist Abschnittskommandant

Seit nunmehr fast 10 Jahren stand Josef Öller an der Spitze des Abschnittes Rohrbach. Am 11. Jänner 2018 war es dann so weit. Für die Kommandanten des Abschnittes hieß es, sich in Schale zu werfen, und sich auf den Weg zur Bezirkshauptmannschaft Rohrbach zu machen.

Zur Wahl stellte sich Andreas Pachner, von unserer Feuerwehr. Andreas widmete bereits einen Großteil seiner Freizeit der Feuerwehr, so Kommandant Martin Wakolbinger, denn er leistete jetzt schon im vergangenem Jahr mehr als 1.000 Stunden für unsere Feuerwehr.
Nach der Wahl, bei der Andreas bestätigt wurde, überreichte Bezirksfeuerwehrkommandant Sepp Bröderbauer dem neuen Brandrat, das Buch des Feuerwehrwesens mit den Worten, das Andreas nochmal einen Einblick in die Vielseitigkeit der Aufgabengebiete der Feuerwehren in Österreich bekomme.
Als Symbol für die neu angetretenen Aufgaben, überreichte Josef Öller seinem Nachfolger die neue Jacke der Ausgehuniform.
Wir möchten uns an dieser Stelle, auch bei Josef Öller für seine langjährigen Dienste rund um das Abschnittsfeuerwehrkommando Rohrbach, sehr herzlich bedanken, und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste. Anschließend lud der neue Abschnittskommandant noch auf ein paar gesellige Stunden ins Feuerwehrhaus Rohrbach auf Getränke und Jause ein.
Wir gratulieren unserem Andi zur Wahl und wünschen ihm viel Freude in der neuen Funktion.

Brand Geräteschuppen in Auberg

Die Feuerwehr Rohrbach wurde am 11.01.2018 um 17:30 Uhr entsprechend dem gültigen Alarmplan der Gemeinde Auberg im Rahmen der Alarmstufe 2 zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Objektes alarmiert.

Die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug rückten zum Einsatzort aus. Bei der Anfahrt wurden bereits erste Lageinformationen eingeholt und mögliche Einsatzaufträge abgefragt. Aufgrund des Einsatzstichwortes rüstete sich auch ein Atemschutztrupp aus.

Auf Befehl des Einsatzleiters verblieb die Drehleiter etwas abseits der Einsatzstelle in Bereitstellung.

Das Tanklöschfahrzeug übernahm die Brandbekämpfung des in Vollbrand stehenden Geräteschuppens von zwei Seiten und wurde dabei vom LFB-A2 der Feuerwehr Haslach mit weiterem Löschwasser versorgt. Neben der Brandbekämpfung wurde das zur Einsatzstelle gepumpte Löschwasser an weitere Tanklöschfahrzeuge verteilt.

Durch die Schlagkraft der sieben eingesetzten Feuerwehren, Auberg, Kasten, St. Peter am Wimberg, Steinbruch, Arnreit, Haslach und Rohrbach konnte ein Übergreifen durch den starken Funkenflug auf benachbarte Objekte verhindert werden.

Die Feuerwehr Rohrbach war mit 14 Feuerwehrkameraden vor Ort. Insgesamt waren 33 Feuerwehrmitglieder ins Feuerwehrhaus eingerückt und hätten bei Anforderung durch den Einsatzleiter zur Einsatzstelle ausrücken können.

Um 19:33 Uhr waren sämtliche Gerätschaften gereinigt, die Fahrzeuge vollständig aufgerüstet und die Feuerwehr Rohrbach somit wieder einsatzbereit.

Täuschungsalarm PKW Brand

Genau 20 Minuten nachdem der Lotsendienst im Rahmen der langen Einkaufsnacht und des heuer erstmalig stattfindenden Perchtenlaufs beendet wurde, heulten in Rohrbach-Berg die Sirenen.

Auf den Personalrufempfängern wurde den Feuerwehrmitgliedern als Einsatzstichwort "Brand KFZ" mitgeteilt.

Aufgrund des bekannten Einsatzortes wurden für die ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge zwei unterschiedliche Zufahrtswege gewählt.

Das erstausrückende Tanklöschfahrzeug wählte die Zufahrt von der Rückseite des Parkplatzes. Dem nachrückenden Rüstlöschfahrzeug wurde durch den Einsatzleiter die Zufahrt über den Stadtplatz befohlen.

Während der Einsatzleiter seine Lageerkundung durchführte gestaltete sich die Anfahrt des Rüstlöschfahrzeuges etwas schwieriger, da ein Verkaufswagen der langen Einkaufsnacht eine Nebenstraße des Stadtplatzes blockierte.
Nachdem der Fahrzeuglenker seinen PKW und Verkaufsanhänger weggefahren hatte, konnte auch das Rüstlöschfahrzeug die Alarmeinsatzfahrt fortsetzen.

Bei der Lageerkundung am Einsatzort durch den Einsatzleiter wurde kein Brand festgestellt, weshalb weitere nachrückende Einsatzkräfte die Anfahrt abbrechen konnten.

19 Feuerwehrmitglieder waren am Einsatz beteiligt, sieben weitere im Feuerwehrhaus in Bereitschaft.

Nach ca. 30 Minuten war der Einsatz beendet.

60. Geburtstag von Karl Lehner

Am 13.11.2017 durfte Oberbrandmeister Karl Lehner seinen 60. Geburtstag feiern.

Anlässlich dieses freudigen Ereignisses lud unser Kamerad die Kommandomitglieder in den Gasthof Dorfner ein.

Karl Lehner ist seit mehr als 35 Jahren bei der Feuerwehr Rohrbach.

In dieser Zeit konnte er zahlreiche Leistungsabzeichen und Lehrgänge absolvieren. Unter anderem erreichte er beim Bayerischen Leistungsabzeichen die Stufe 6 (Gold-Rot). Besonders in Erinnerung bleibt vielen seiner Kameraden der Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Tirol 1994.

Für seine Tätigkeiten bei der Feuerwehr wurde ihm 2004 die Feuerwehr-Verdienstmedaille des Bezirkes in der höchsten Stufe "Gold" verliehen. Karl Lehner ein äußerst verlässlicher Kamerad bei zahlreichen Veranstaltungen und Träger unserer Feuerwehrfahne.

Danke für die Einladung sowie die langjährige Unterstützung.

Für die Zukunft wünschen wir unserem Karl und seiner Irmi alles Gute, besonders aber viel Gesundheit und weiterhin viel Freude mit der Feuerwehr.

 

 

Brandverdacht in der Linzer Straße

Undefinierbare Gerüche nach Gas oder Verschmorung lösten einen Feuerwehreinsatz aus. Die Bediensteten einer Sozialeinrichtung im Stadtzentrum Rohrbach bemerkten plötzlich einen üblen Geruch, den sie nicht zuordnen konnten - und alarmierten die Feuerwehr.

Der stille Alarm wurde um 10:20 Uhr für die Feuerwehr Rohrbach ausgelöst. Ausgerüstet mit Gasspürgerät, Wärmebildkamera und schwerem Atemschutzgerät wurde versucht, der Ursache des schlechten Geruches auf den Grund zu gehen. Der Geruch selbst und auch die Quelle konnte aber nicht lokalisiert werden. Ausgeschlossen konnte jedenfalls werden, dass Gas ausgetreten sei. Ebenso wurde eine Intensivkontrolle im Bereich der elektrischen Anlagen und Installationen mit der Wärmebildkamera durchgeführt.

Eine Fachfirma wurde von den Hausbesitzern mit der Kontrolle der Installationen beauftragt. 13 Mann der Feuerwehr Rohrbach, ausgerückt mit 3 Einsatzfahrzeugen konnten nach ca. 30 Minuten Einsatzzeit wieder einrücken.

Brand in Ulrichsberg

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Die Drehleiter wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr Ulrichsberg am 14.11.2017 um 00:04 Uhr zu einem Brand eines Landwirtschaftlichen Objektes in die Ortschaft Zaglau angefordert.

Beim Eintreffen der Einsatzmannschaft aus Rohrbach stand der Wirtschaftstrakt bereits in Vollbrand.

Durch den gezielten Einsatz des vorhandenen Löschwassers über die Drehleiter und mehrere Strahlrohre konnte ein Übergreifen auf den Wohnungstrakt verhindert werden.

Nachdem der Brand unter Kontrolle war wurde der Drehleitereinsatz beendet. Die weiteren Löscharbeiten wurden vom Boden aus durchgeführt.

Um 02:32 war der Einsatz für die Feuerwehr Rohrbach, welche mit sieben Mann sowie drei Fahrzeugen vor Ort war, wieder beendet.

Wissenstest der Jugend am 28. Oktober

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Unsere Jugendgruppe war für den Wissenstes sehr gut vorbereitet - und alle haben den Test gut gemeistert. Das angeeignete Wissen und der Ausbildungsstand der Burschen ist hoch und bei dieser Wissensbefragung geht es nicht nur um feuerwehrbezogene Fragen, sondern um viel Allgemeinwissen für den Alltag. Zwei einfache Beispiele:

Wissen Sie wie man an einer Baumscheibe die West- und Ostseite erkennt? Oder wann haben Sie das letzte Mal einen Druckverband angelegt und welche Materialen kann man dazu verwenden? Die Burschen unserer Feuerwehrjugend können und wissen dies und sie erhalten dafür das Wissenstestabzeichen in Bronze, Silber oder Gold. (Berichtsauszug vom BFK Rohrbach)

Unser Jugendbetreuerteam hat alle Teilnehmer so gut vorbereitet, dass ALLE TEILNEHMER ALLE MÖGLICHEN PUNKTE erhielten. Ein wirklich sehr erfolgreiches Jahr für die Rohrbacher Feuerwehrjugend, die nicht nur bei den Bewerben, sondern auch nun beim Wissenstest glänzte. Herzliche Gratulation!

Neues Einsatzfahrzeug geliefert

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Ein neues Löschfahrzeug konnten wir am 3. November 2017 von der Herstellerfirma übernehmen. Die Firma Gimaex überstellte das Kleinlöschfahrzeug mit Allradantrieb - Logistik (kurz KLFA-L) aus der Steiermark in das Mühlviertel. Ein Mercedes Sprinter mit Allradantrieb, geliefert von der Firma Oberaigner Powertrain aus Nebelberg ersetzt nun das alte Löschfahrzeug (ebenfalls ein Mercedes), welches nun nach 35 Jahren Einsatzzeit außer Dienst gestellt werden konnte.

"Es ist sicher ein historischer Moment", begann Kommandant Martin Wakolbinger seine kurze Rede vor versammelter Mannschaft und vor dem Bürgermeister außer Dienst Josef Hauer und Bürgermeister Andreas Lindorfer. Immerhin hieß es auch, Abschied zu nehmen vom alten Löschfahrzeug, welches 35 Jahre brav seine Dienste verrichtete - viele Einsatzfahrten zu Bränden und zu Unfällen sind den Kameraden in Erinnerungen. Das LF-B hatte eine etwas "scharfe Bremse", das merkte die Mannschaft spätestens bei der ersten Kreuzung. Bis zum Jahr 1998 war es das wichtigste Fahrzeug für Menschenrettung nach Verkehrsunfällen - das hydraulische Rettungsgerät war bis dahin in diesem Fahrzeug verladen. Die Erlöse des 1. Rohrbacher Landesbewerbes steckten im Löschfahrzeug.

Im Mai 2014 erfolgte der erste Kommandobeschluss zur Ersatzbeschaffung, im September 2016 konnte das Projekt ausgeschrieben werden. Die Firma Oberaigner Power Train aus Nebelberg erhielt den Zuschlag für das Fahrgestell, die Firma Gimaex aus der Steiermark den Auftrag für den Feuerwehraufbau und die Herstellung von 5 Rollcontainern. Die Finanzierung erfolgte durch das Landesfeuerwehrkommando, das Land Oberösterreich und die Stadtgemeinde Rohrbach-Berg. Ergänzende sinnvolle Zusatzausrüstung (über die Normbeladung hinaus) konnte durch Firmenspenden und die Kameradschaftskasse der Feuerwehr finanziert werden. Immerhin mussten Kosten in der Höhe von ca. 150.000,00 EUR gestemmt werden - 123.000,00 EUR kommen aus öffentlichen Geldern, ca 30.000 EUR aus Sponsoring und Eigenmittel der Feuerwehr.

Wakolbinger bedankte sich speziell bei den beiden Bürgermeistern Hauer und Lindorfer und Hr. Amtsleiter Ranninger, die viel zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben. "Der Gemeinderat musste sogar zweimal den Ankauf beschließen", erinnerte sich Lindorfer zurück, "die Anschaffung war nicht ganz problemlos, aber letztendlich sehr erfolgreich". Rund um Martin Wakolbinger hatte sich eine feuerwehrinterne Arbeitsgruppe "Ersatzbeschaffung LF" gebildet, deren Mitglieder von Anbeginn an sehr viel Zeit und Hirnschmalz in das Projekt investierten. "Ein einzelner würde bei so einem umfangreichen Projekt wahrscheinlich verzweifeln", sagte Wakolbinger und bedankte sich für die vielen geleisteten ehrenamtlichen Stunden.

Das Fahrzeug zeichnet sich vor allem durch die flexiblen Einsatz- und Belademöglichkeiten aus. Standardmäßig ist ein Rollcontainer mit Pumpe und Saugschläuchen aber auch ein Container mit extra viel Schlauchmaterial verladen. Die Verwendung geht aber über ein herkömmliches Kleinlöschfahrzeug weit hinaus. So können in kurzer Zeit Rollcontainer für die Katastrophenhilfe verladen werden, etwa nach Überschwemmungen mit Tauchpumpen ausgestattet, oder viele andere Einsatzmittel. Ölsperren, Sandsäcke, Verkehrszeichen, Motorsägen - oder auch Transportdienste für Lebensmittel, Feldbetten oder Matratzen sind denkbar - die flexible Verwendungsmöglichkeit als Logistikfahrzeug war bei der Anschaffung ein wichtiger Faktor. 

Hoffentlich 35 Jahre ohne Unfälle und grobe technische Probleme standen als Abschlusswunsch auf dem Programm, bevor Bürgermeister aD Hauer und Bürgermeister Lindorfer die Kennzeichen am Fahrzeug montierten, und damit einer ersten Proberunde (=Ausbildungsfahrt im Rahmen der Alarmeinsatzfahrerausbildung) nichts mehr im Wege stand.

Terminaviso: Fahrzeugsegnung und Feuerwehrfrühschoppen am Wochenende 26. und 27. Mai 2018! 

Neuerlicher Brandmeldealarm

Die Feuerwehr Rohrbach wurde am 31.10.2017 um 21:57 Uhr das zweite Mal innerhalb von sieben Tage zu einem Brandmeldealarm alarmiert. Die Feuerwehr Rohrbach rückte mit drei Fahrzeugen und 14 Mann zum Einsatzort aus.

Beim Eintreffen am Einsatzort war die Polizei bereits vor Ort und führte gemeinsam mit dem Einsatzleiter die Lagererkundung durch. Nachdem die Nummer des auslösenden Rauchmelders am Feuerwehrbedienfeld abgelesen wurde, konnte dieser aufgesucht werden.

Im Bereich des Rauchmelders konnte kein offensichtlicher Auslösegrund festgestellt werden.

Gemeinsam mit dem eingetroffenen Brandschutzbeauftragten wurde die Brandmeldeanlage zurückgestellt.

Der Einsatz konnte somit nach ca. einer halben Stunde wieder beendet werden.

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