109 Mitglieder - 233 Einsätze - Leistungsbilanz 2018

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Am Freitag, dem 8. März 2019 konnte Kommandant Martin Wakolbinger 84 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr und 10 Ehrengäste, in Summe 94 Damen und Herren im Rot-Kreuz-Haus Rohrbach zur 145. Vollversammlung begrüßen. Zahlreiche Ehrengäste, unter Ihnen Pfarrer Alfred Höfler, Bürgermeister Andreas Lindorfer, Amtsleiterin Karin Fellhofer, Polizeiinspektionskommandant Manfred Hetzmannseder, Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Pachner, die Stadträte Bernhard Donner, Andreas Hannerer ...

... und Weitere folgten der Einladung. Wakolbinger berichtete am Welt-Frauentag, dass die Feuerwehr derzeit 3 Frauen und 106 Männer - also in Summe 109 Mitglieder zählt und es im Berichtsjahr glücklicher Weise keine Austritte oder Todesfälle zu verzeichnen gab.

EINSÄTZE

233 Einsätze: 214 technische, 11 Brandeinsätze und 8 Nachbarschaftshilfen musste die Feuerwehr „erledigen“, etwas weniger als im Vorjahr 2017 (239 Einsätze). Die Zahl der Einsätze war zwar leicht rückläufig, jedoch forderte ein Einsatz die Feuerwehren rund um Rohrbach-Berg gehörig.

Am heißen Sommerabend des 31. Juni 2018 brach in Grub im Wohnhaus eines landwirtschaftlichen Anwesens ein Brand aus. Die seltene Alarmstufe 3 musste ausgelöst werden um dem Feuer Herr zu werden und um kilometerlange Löschleitungen zu verlegen. Schlussendlich standen 348 Helfer mit 37 Fahrzeugen aus 13 Feuerwehren im Einsatz. Jeder hat bei diesem Einsatz sein Bestes gegeben, es gab viel Lob aus der Bevölkerung und auch von der betroffenen Familie. Wakolbinger betonte nochmals, dass er sehr stolz auf „seine Mannschaft“ und die Hilfsbereitschaft aller Feuerwehren ist, dieser schwierige Einsatz konnte gut gemeistert werden.

16.785 Stunden gesamt wurden im Jahr 2018 für Feuerwehrzwecke aufgezeichnet – ein Plus von 1.364 Stunden gegenüber dem Vorjahr.

FAHRZEUGE UND INVESTITIONEN

Für Einsätze und für viele andere Zwecke wurden in Summe 20.082 km mit den Einsatzfahrzeugen zurückgelegt, 4.665 Liter Kraftstoff wurden für Fahrzeuge, Pumpen und Aggregate verbraucht. 176 Stunden waren die Pumpen, Aggregate, Lüfter, Stromerzeuger im Einsatz, berichtete der Gerätewart Klaus Magauer in seinem Bericht.

Die Installierung eines 100kVA-Stromerzeugers, welcher im Keller des Bauhofes eingebaut wurde, war die größte Investition im Feuerwehrhaus. Damit ist das Feuerwehrhaus mit seiner gesamten Infrastruktur gegen länger andauernde Stromausfälle (Stichwort BlackOut) abgesichert.

AUSBILDUNG

Lotsen- und Nachrichtenkommandant Matthias Harringer berichtete über die umfassenden Übungen und Ausbildungen, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurden. Nur mit einer fundierten Ausbildung und Kompetenz der eingesetzten Mannschaft kann auch ein Erfolg im Einsatz erzielt werden. 4.400 Stunden Ausbildungszeit wurden in Gruppenübungen, Atemschutzübungen, Einsatzübungen, Höhensicherungsausbildung, Funkübungen, Erste Hilfe Kurse, Kraftfahrer-, Drehleiter- und Maschinistenschulungen und vieles mehr investiert. Allein 46 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule wurden von der Rohrbacher Florianis besucht.

6 Kameradinnen und Kameraden legten ihre Prüfung beim Funkleistungsabzeichen erfolgreich ab, 12 Mitglieder stellten sich der Prüfung Technisches Hilfeleistungsabzeichen mit Erfolg.

JUGEND

Auch die Jugendbetreuer Daniel Schauer und Günter Leitenmüller blickten auf eine erfolgreiche Saison zurück. Die verschiedenen Bewerbe im Bezirk aber auch am Land wurden mit guten bis sehr guten Erfolgen abgeleistet. Oft war es nur ein ganz kleiner Fehler, der sich einschlich – und beispielsweise einen 3. Rang beim Landesbewerb verhinderte. Aber sogar ein Sieg war zu verzeichnen: Beim Bezirksbewerb in Julbach konnte in Bronze in der Klasse 1 ein 1. Platz erreicht werden. Viele andere Aktivitäten, wie die Teilnahme am Jugendlager, die Erprobungen und auch der Wissenstest standen am Programm. Christoph Stallinger legte die Prüfung zum Jugendfeuerwehrleistungsabzeichen in Gold ab. Gemeinsam mit Mathias Neumüller wurde er nun mit 16 Jahren aus der Jugend „entlassen“ und in den Aktivstand überstellt.

JUGEND AB 8

Eine Premiere erlebten die Anwesenden der Vollversammlung. Seit 2019 ist es möglich, Mädchen und Burschen schon ab 8 Jahren in die Feuerwehrjugend aufzunehmen. 7 Burschen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren wurden „frisch eingekleidet“ und erhielten vom Kommandanten den Feuerwehrpass ausgehändigt – damit sind sie als Jugendfeuerwehrmitglieder in der Feuerwehr offiziell aufgenommen.

ANGELOBUNG NEUER MITGLIEDER

Mathias Neumüller und Christoph Stallinger, beide von der Jugendgruppe in den Aktivstand übergetreten, legten gegenüber dem Kommandanten ihr Treuegelöbnis ab.

BEFÖRDERUNGEN

Stefan Gabriel, Paul Lindorfer, Stephan Madlmayr, Lisa Harringer, Michael Lindorfer, Günther Wolfmaier, Andreas Pachner, Walter Altendorfer, Peter Grininger, Markus Kroiß und Karl Zippusch wurde jeweils der nächst höhere Dienstgrad zuerkannt.

EHRUNGEN UND AUSZEICHNUNGEN

Die Feuerwehrdienstmedaille für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Markus Kroiß und Wolfgang Veit jun., die Medaille für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielt Karl Lehner.

Für besondere Verdienste im Feuerwehrwesen wurde Johann Wiesinger mit dem Verdienstzeichen des Bezirkes in Bronze ausgezeichnet. Das Verdienstzeichen des Bezirkes in Gold konnte Thomas Mayr verliehen werden.

Mit einer hohen Auszeichnung, nämlich der Florianmedaille des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes III. Stufe wurden David Höllwirth und Hubert Springer jun. für ihre langjährigen besonderen Verdienste im oberösterreichischen Feuerwehrwesen ausgezeichnet.

DANK UND ANERKENNUNG

Die Rot-Kreuz-Stelle Rohrbach unter Ortsstellenleiter Klaus Klopf feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass und in Würdigung der besonderen professionellen und freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz wurde an Klaus Klopf für sein gesamtes Team eine Glasurkunde überreicht.

Ehrenkommandant Martin Eisschiel, der nach 25 Jahren im Kommando und nach 11 Jahren als Kommandant der Feuerwehr Perwolfing sein Amt zurücklegte wurde für seine besonderen Verdienste im gemeinsamen Wirken in der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg und in der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rohrbach mit einer Glasurkunde gewürdigt.

ANERKENNENDE WORTE

Die Ehrengäste und Vertreter der Einsatzorganisationen zollten der Feuerwehr Lob für ihre Leistungen. Der Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Pachner, der Ehren-Bezirksfeuerwehrkommandant Erich Nößlböck, der Polizeiinspektionskommandant Manfred Hetzmannseder und der Ortsstellenleiter Klaus Klopf betonten vor allem die professionelle und gute Zusammenarbeit bei vergangenen Einsätzen und das positive freundschaftliche Miteinander.

Der Bürgermeister Andreas Lindorfer und die Stadträte Andreas Hannerer und Bernhard Donner bedankten sich für die wertvolle Arbeit der Feuerwehr für und im Namen der Bürger von Rohrbach-Berg.

Im Anschluss an die Vollversammlung lud die Feuerwehr alle Teilnehmer zu einem Essen ein.

Jahresbericht 2018

Lesen Sie hier weitere Jahresberichte: www.yumpu.com/kiosk/FeuerwehrRohrbach

 

Der Jahresbericht 2018 unserer Feuerwehr informiert kompakt auf 24 Seiten über das abgelaufene Einsatz- und Übungsjahr. 233 Einsätze, 529 Stunden Einsatzdauer aber insgesamt 15.282 geleistete Feuerwehr-Stunden zeichneten wir auf. Einsatzberichte, Mannschaftsveränderungen, das neue Einsatzfahrzeug, Berichte über Übungen, die Jugendgruppe und kameradschaftliche Ereignisse prägen den Inhalt.

Vor den Vorhang kommen heuer unsere Warte: der Gerätewart und Stellvertreter, Fahrzeugwart, Atemschutzwart und Stellvertreter werden im Bericht näher vorgestellt, auch ihre vielfältigen Arbeiten und Tätigkeiten werden näher betrachtet.

Im Einsatzgebiet der Feuerwehr wird der Jahresbericht von den Kameraden bis Ende Februar in jeden Haushalt persönlich überbracht. Gleichzeitig ersuchen wir um eine freiwillige Spende für unsere Einsatzorganisation. Spenden an die Feuerwehr sind steuerlich absetzbar - sie können 34 bis 50 % ihrer Spende vom Finanzamt zurückerhalten - wenn Sie uns bei der Spende Vor- und Familiennamen und Ihr Geburtsdatum bekannt geben. Wir bedanken uns bereits jetzt für die gute Aufnahme unserer Kameraden.

Herzlichen Dank an die Firmen Lucky Nightlife Rohrbach - Cafe Pub KaRo, 1a Installateur Degenhart und SwissLife Select Beratungszentrum Rohrbach Johannes Stallinger - die den Druck des Jahresberichtes finanzierten.

Musik gegen Feuerwehr

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Die Stadtmusikkapelle Rohrbach-Berg und die Feuerwehr Rohrbach pflegen schon über viele Jahre eine gute Partnerschaft - weil die Kapelle bei unserem Frühschoppen groß aufspielt - oder wenn wir gemeinsam zu Floriani ausrücken. Doch dieses Mal war es ganz anders: es galt festzustellen, wer die besseren Stockschützen sind. Auf Eis mit und ohne Zielwasser wurde in einem Kampf um jeden Stock festgestellt, wer nun wem was bezahlen muss: Bratl oder Getränke....

Je 3 Moarschaften der Musik und der Feuerwehr spielten in 2 Turnierrunden gegeneinander. In der ersten Runde hatten wir die Musik gleich auf dem falschen Fuß erwischt. Sie waren regelrecht überrascht von der Spielstärke der Feuerwehrkameraden. Chancenlos musste sich die Musik geschlagen geben - das spätere "Bratl in der Rein" war schon gesichert.

Die Mannschaften wurden nicht gewechselt - in der Rückrunde ging es schließlich um die dazupassenden Getränke. Hier legten sich die Frauen und Männer der Kapelle aber ordentlich ins Zeug, sodass wir bald merkten, dass es ziemlich knapp werden könnte. Schließlich kam es, wie es immer kommen musste - die letzte Kehre des letzten Spiel's könnte alles entscheiden. Ein 9-er für die Feuerwehr musste her, dann hätten wir es nochmals geschafft. Schlussendlich lagen die Nerven auf blankem Eis - und die Musikkapelle schlug ordentlich zurück. Die Rückrunde war verloren.

Der krönende Abschluss in der Mosthütte beim verdienten Bralt mit verschiedenen Getränken stand aber noch bevor. Obmann Horst Nigl und Kommandant Martin Wakolbinger waren sichtlich zufrieden - mit den Leistungen ihrer Moarschaften und mit dem Schweinsbraten.

Als Gesamtsieger des Turniers wurde dennoch die Feuerwehr ermittelt - und zur großen Überraschung spendierte die Musikkapelle der Feuerwehr einen Wanderpokal aus Niro - den es nun zu verteidigen gilt. Fürs erste Jahr bleibt er im Feuerwehrhaus stehen - und erinnert uns an eine tolle Veranstaltung. Wir freuen uns auf eine Revanche.

Hermann Kobler ist 80

Unser Kamerad Oberbrandmeister Hermann Kobler feierte im Jänner 2019 seinen 80. Geburtstag. Dieser schöne Anlass war Grund für das Kommando der Feuerwehr, ihm und seiner Frau einen Besuch abzustatten.

Kommandant Martin Wakolbinger würdigte in seiner Ansprache die zahlreichen Verdienste und Aktivitäten von Hermann. Allein im letzten Jahr besuchte Hermann 8 Übungen seiner Kameradschaftsgruppe und nahm an zahlreichen kameradschaftlichen Aktivitäten teil. Bereits seit mehr als 63 Jahren ist Hermann Kobler Mitglied unserer Feuerwehr.

Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute zu seinem runden Geburtstag, viel Glück und Gesundheit für die nächsten Jahre und dass er weiterhin so aktiv am Feuerwehrgeschehen teilnimmt. Für die Gastfreundschaft anlässlich unseres Besuches bedanken wir uns sehr herzlich.

BLACKOUT: Gemeinsame Stabsschulung Rohrbach-Berg

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"Blackout - ein Stromausfall, der alles verändert", dieses Thema hatte Feuerwehrkommandant Martin Wakolbinger für eine Übung des Katastrophenstabes der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg ausgesucht und in einem Input-Referat mögliche Ursachen und Folgen eines länger andauernden Stromausfalles allen Übungsteilnehmern näher gebracht. In den anschließenden Workshops ging es dann in die Tiefe des Themas, wo sich die Funktionäre der einzelnen Stabsfunktionen zu Diskussionen und Lösungssuche zurückzogen.

Zur gemeinsamen Stabsübung der behördlichen Einsatzleitung (=Stadtgemeinde Rohrbach-Berg) und der technischen Einsatzleitung (Feuerwehren Rohrbach im Mühlkreis und Perwolfing) hatten sich alle Verantwortlichen im Feuerwehrhaus Rohrbach versammelt. Bürgermeister Andreas Lindorfer begrüßte alle Teilnehmer, in seiner Funktion als behördlicher Einsatzleiter betonte er die Wichtigkeit, sich in "Friedenszeiten" und in Ruhe mit möglichen Themen von Katastrophenfällen auch auf Gemeindeebene auseinanderzusetzen. Die Stabsfunktionäre der Stadtgemeinde bilden gemeinsam mit den Funktionären der Feuerwehren der Gemeinde den integrierten Einsatzstab der Gemeinde Rohrbach-Berg.

Doch während des Input-Referates wurde es plötzlich dunkel - der Strom war weg. Natürlich kein Zufall, sondern ein von den Elektrikern der Feuerwehr geplanter Störfall. Das Bauhof- und Feuerwehrgebäude wurde bewusst vom Netz getrennt - und die im heurigen Jahr neu installierte autarke Stromversorgung hochgefahren. Das Feuerwehrhaus ist im Katastrophenfall auch Sitz des Einsatzstabes. Nach wenigen Minuten lief der Generator - und die Übung konnte fortgesetzt werden. Auch in einem echten Blackout-Fall kann das Feuerwehrhaus über einen längeren Zeitraum mit Strom versorgt werden.

In den anschließenden Workshops beschäftigte sich jede Stabsfunktion (S1 bis S6) in der Kleingruppe mit den Herausforderungen eines länger andauernden Stromausfalles - und welche Probleme in den Zuständigkeitsbereichen auf Gemeindeebene zu erwarten wären. Aber der Fokus lag natürlich auch auf Möglichkeiten der Problembewältigung und darauf, wie man sich bereits jetzt für einen solchen Ernstfall bestmöglich vorbereiten kann.

In der Abschlussrunde präsentierten die einzelnen Gruppen dem gesamten Einsatzstab ihre Erkenntnisse, welche für weiterführende Tätigkeiten oder notwendige Vorbereitungen auch protokolliert werden. Viele interessante Erkenntnisse rund um Themen wie Infrastruktur und Versorgungs(un)sicherheit in der Gemeinde (Wasser, Abwasser, Kommunikation, Treibstoffversorgung, Lebensmittel, Alarmierungsmöglichkeiten, Warnmöglichkeiten der Bevölkerung, usw...) wurden gewonnen und Möglichkeiten einer krisensicheren Versorgung angedacht.

Bürgermeister Lindorfer bedankte sich bei allen Teilnehmern, vor allem bei Feuerwehrkommandant Wakolbinger, der die Übung organisierte, schlussendlich bei einem kleinen Imbiss und Getränk für die konstruktive Auseinandersetzung mit einem nicht alltäglichen Thema.

"Solche Stabsübungen dienen nicht nur dem speziellen Thema, das auf dem Tisch liegt, sondern auch allgemein einer guten Zusammenarbeit für mögliche andere Katastropheneinsätze, weil man in einzelnen Stabsfunktionen bereits zusammenarbeitete und sich kennen lernte, was für mögliche künftige Einsätze von großem Vorteil ist" betonte Wakolbinger in seinem Abschlussstatement.

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