Suche nach ...

Einsätze

Ölaustritt in Heizraum

HBM Christoph Stallinger zur Übersicht

Am Samstag, dem 06. Dezember 2025, wurden wir um 12:17 Uhr zu einem Ölaustritt alarmiert. Ein Hausbewohner hatte in einem Heizraum ein Fass mit Heizöl bewegt, wobei der Zapfhahn abbrach und rund 200 Liter Heizöl austraten. Beim Eintreffen am Einsatzort war das Fass bereits vollständig am Boden des Raumes entleert.

Das Rüstlöschfahrzeug rückte als erstes Fahrzeug zum Einsatzort aus. Der Einsatzleiter wurde dort bereits vom Anrufer erwartet und umgehend in den Keller geführt, wo sich der austretende Ölfilm über den gesamten Boden ausgebreitet hatte.

Die Schadensstelle war nur auf den abgeschlossenen Heizraum begrenzt. Kurz nach der Lageerkundung wurde festgestellt, dass der Austritt gestoppt werden konnte, jedoch umfangreiche Umpumparbeiten notwendig sind. Vom Kleinlöschfahrzeug-Logistik wurden daher die Rollcontainer Abdichten sowie Umpumpen des Ölwehrstützpunktes zum Einsatzort gebracht. Es wurde entschieden, das ausgelaufene Heizöl mittels Membranpumpe in ein bereitstehendes leeres Fass umzupumpen.

Der Kellerraum wurde überdruckbelüftet, der Brandschutz aufgebaut und zwei Einsatzkräfte führten – unter stetiger Kontrolle mittels Mehrgasmessgerät – die Arbeiten im Heizraum durch. Die Membranpumpe wurde abwechselnd über einen externen Kompressor sowie die Druckluftversorgung des Rüstlöschfahrzeuges betrieben. Um die verbliebene, etwa 3 cm hohe Ölschicht zu beseitigen, wurden weitere Maßnahmen abgestimmt. Nach einem Defekt der Membranpumpe wurde das Öl händisch in Kübel und mittels Trichter in das Fass überführt. In Kombination mit einem Gummischieber konnte rasch der versuchte Einsatzerfolg erzielt werden; der bereits angeforderte Gefahrgutsauger musste nicht mehr eingesetzt werden.

Anschließend wurde der Boden mit bereitgestellten Sägespänen ausgelegt, um die restlichen Ölreste zu binden. Nach Abschluss der Arbeiten wurden der Verursacher und der Anrufer über die Lage informiert. Nach dem Reinigen der verwendeten Gerätschaften rückte die die Einsatzkräfte des RLF und des KLF vom Einsatzort ab. Die abschließende Kontrolle der Schadensstelle erfolgte um 13:47 Uhr, danach wurde der Einsatzort zurück an die Hausbewohner übergeben.

Eingesetzte Fahrzeuge: RLF 2000, KLFA-L, KDOF 2

Anzahl eingesetzte Kräfte: 16

Einsatzdauer: von 12:17 Uhr bis 14:07 Uhr (1h 50min)

Einsatzleiter: HBM Christoph Stallinger